Termine und Veranstaltungen

Juli 2021
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In der Hersfelder zeitung hat Pfarrer i.R. Wolfgang Kallies ein Interview über den Reformprozess gegeben. 
Pfarrer Kallies aus Alheim-Niedergude war neun Jahre lang Geschäftsführer des Reformprozesses der Evangelischen Kirche Kurhessen Walddeck. Jetzt wurde er in den Ruhestand verabschiedet. Über die Reform der Kirche sprach er mit Kai A. Struthoff. Das ganze Interview finden Sie hier.26594573 unterwegs im weinberg des herren und auf dem acker seines sohnes pfarrer wolfgang kallies beschaeftigt sich nicht nur mit spirituellen fragen sondern 2w6b

Das Foto hat Kai A. Struthoff gemacht. 

Das kurzweilige Format „Gottesdienst am Lieblingsort“ bieten in diesen Sommerwochen viele Kirchengemeinden an. Eine abwechslungsreiche Vielfalt ist so entstanden. Neue Orte wurden entdeckt, eigene Lieblingsorte auch für andere sichtbar gemacht. Das Kirchspiel Schenklengsfeld möchte im Monat August zu zwei dieser Gottesdienste am Lieblingsort einladen.

Am kommenden Sonntag, 1. August um 17.00 Uhr am ehemaligen Feuerlöschteich in Wippershain. Der idyllisch gelegene Teich ist am Ortsausgang Richtung Schenklengsfeld zu finden. Für Bestuhlung und anschließender Bewirtung sorgt die Gemeinschaft der Teichfreunde.

Eine Woche später am 8. August lädt Ute Angersbach – Schott in ihren privaten Garten ein. In der Konroder Str. 36 c in Schenklengsfeld wird dieser um 18.00 Uhr inmitten von Blumen und Tieren gefeiert.

Beide Gottesdienste dauern etwa eine halbe Stunde und werden durch Pfarrerin Imke Leipold gestaltet.

Geplant war der Abschied erst zum Jahresende – aus gesundheitlichen Gründen ist Gisela Strohriegl nun schon zum 1. Juli 2021 in den Ruhestand gegangen. Seit September 1999 und damit fast 22 Jahre wirkte die 64-Jährige als Dekanin im Kirchenkreis Rotenburg, der seit 2020 nach der Fusion mit dem Kirchenkreis Hersfeld unter dem Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg firmiert. Er ist einer der größten Kirchenkreise der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Gemeinsam mit Dekan Dr. Frank Hofmann stellte Gisela Strohriegl zuletzt eine Doppelspitze, die mit dem Eintritt in den Ruhestand planmäßig wegfällt. Die Stellvertretung bleibt in den Händen von Pfarrer Dr. Thorsten Waap (Heringen).

Gisela Strohriegls Wegbegleiter*innen bedauern das vorzeitige Ausscheiden: Die Pröpstin des Sprengels Hersfeld-Rotenburg, Sabine Kropf-Brandau, würdigte die „gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe, das offene und herzliche Miteinander, ihr Engagement für eine verantwortungsbewusste Kirche in der Gesellschaft und ihre aufrechte, überzeugende Haltung als Christin“. Mit ihren kommunikativen und vorausblickenden Fähigkeiten und mit ihrem wertschätzenden Wesen sei es Gisela Strohriegl immer wieder gelungen, mit Gesprächspartner*innen in Kirche, Politik und Kultur den Dialog auch in Zeiten der Veränderung und Herausforderung zu pflegen, so die Pröpstin.

Strohriegl Gisela

Gisela Strohriegl ist in Bürgeln (Cölbe) geboren, hat in Marburg Theologie studiert und wurde 1985 ordiniert. Ihr Vikariat absolvierte sie in Hochstadt (Maintal), ihre erste Pfarrerstelle führte sie nach Hanau, bevor sie 1999 Dekanin des Kirchenkreises Rotenburg wurde. Die Fusion zum Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg im Januar 2020 hat sie aktiv mitgestaltet und alle Beteiligten motiviert: „Aufbruch heißt auch, gespannt sein auf etwas Neues.“ Eine Herzensangelegenheit war Gisela Strohriegl die Diakonie; so war ihr die stetige Weiterentwicklung des regionalen Diakonischen Werkes wichtig. Über viele Jahre war sie Vorsitzende des Verwaltungsrates der Stiftung Beiserhaus.
(Dr. Anja Berens, Sprecherin der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck) 

Auch in diesem Sommer gibt es wieder einen Abend ganz unter dem Zeichen der Literatur, an dem Menschen sich ihre Lieblingsbücher gegenseitig vorstellen und sich anregen lassen. Pfarrerin Imke Leipold lädt zusammen mit Christel Zimmermann, Ute Janßen und Ulrike Zander-Kurz zu diesem Literaturabend ein, um zu erzählen, welche Bücher sie in den vergangenen Monaten besonders begeistert haben. Der lauschige Platz in der Abendsonne vor der Wippershainer Kirche ist dafür ein idealer Ort. Nun sind nur noch viele andere Lesebegeisterte einladen, ein eigenes Lieblingsbuch einzupacken und es in 3-5 Minuten vorzustellen. Das können preisgekrönte Romane, spannenden Krimis, Sachbücher, Fotobücher, Kochbücher, Kinderbücher und vieles mehr sein.  Ebenso möglich ist es aber auch, einfach zu kommen, zuzuhören und sich inspirieren zu lassen.

Ausreichend Stühle werden am Donnerstag, 8. Juli bereitgestellt. Der Sommerlektüreabend beginnt um 19.00 Uhr. Vielleicht erleben die Gäste sogar im „Dorf mit Aussicht“ einen Sonnenuntergang wie er im Buche steht.

LieblingsbücherFoto: Imke Leipold hat ihre Lieblingsbücher schon einmal zusammengesucht und an ihrem Lieblingsleseort versammelt.

Große Nachfrage und kräftiges Hupkonzert: Der Kooperationsraum Hersfeld-Mitte und der Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg haben den 2. Autokinogottesdienst gefeiert. Wird das Wetter halten oder nicht?

B830B9A4 17B1 426E 8E6E 589B54D61E89Das war die größte Angst der ausführenden Geistlichen kurz vor dem Beginn des Gottesdienstes in der Leinenweberstrasse in Bad Hersfeld. Über 20 Autos hatten am letzten Sonntag den Weg auf das alte Kasernengelände gefunden und so begannen Pfrin. Imke Leipold, Pfr. Rainer Bätzing und Pfr. Jaeger   unterstützt von Schulleiter Karsten Backhaus, Kirchenvorsteher Wirlfried Bätz, Küster Valentin Teminski, Kirchenvorstandsvorsitzende Caro Friebe und Pfrin Dr. Ann-Cathrin Fiß im leichtem Nieselregen den Gottesdienst.

 

 

274A4309 3F19 4BD4 B10E 6CC449EF45BDMusikalisch verstärkte der Posaunenchor des CVJM unter Leitung von Gesa Hild den Gottesdienst. Am Ende des kurzweiligen Nachmittags waren die Zuhörerinnen und Zuhörer absolut begeistert. 
Eingeladen zur Nutzung der LED-Leinwand hatte Klaus Hartwig von der Sportagentur Speed.
Alle Beteiligten waren sich am Ende einig: Die Zusammenarbeit war sehr gut. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Krankenwagen IndienMit großer Sorge verfolgen der Ev. Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg und die Landeskirche die Lebenssituation ihrer südindischen Partner, der „Church of South India“. In Indien verschärft sich die Corona-Lage derzeit drastisch. Es gab täglich über 400.000 Neuinfektionen und ca. 4000 Tote. Diese sind offizielle Zahlen. Die Dunkelziffer ist vermutlich viel höher. In den Kliniken fehlen Betten, Sauerstoff und Beatmungsgeräte. Erste internationale Hilfe für Indien kam aus den USA, aus europäischen Ländern, auch aus Deutschland. 

Bischof Ravikumar Niranjan, der als indischer Gastpfarrer einige Jahre im nordhessischen Waldkappel tätig war, berichtet in diesen Tagen von Angst und Sorge in den südindischen Partnergemeinden, weil die erkrankten und infizierten Menschen kaum noch Hilfe finden. Die Impfkampagne sei ins Stocken geraten. Die Krankenhäuser seien überfüllt, viele Menschen litten in den langen Warteschlagen oder verstürben dort. In Folge des erneut verhängten strengen 15-tägigen Lock Downs, geschlossener Schulen, Kirchen und Einrichtungen würden familiäre Not und Arbeitslosigkeit, Ernährungsengpässe erwartet. Familien seien alleingelassen mit Krankheiten und würdelosem Abschiednehmen von Verstorbenen an überfüllten Krematorien unter freiem Himmel. Die Church of South India habe eine Task Force gebildet, die sich um die Verteilung der Spendenmittel vor Ort kümmern werde.

Der eng mit Indien verbundene Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg und andere Kirchenkreise sowie das Dezernat Diakonie und Ökumene der Landeskirche laden zum Gebet für Indien ein und starten einen gemeinsamen Spendenaufruf zur Nothilfe: 

Bankverbindung „Nothilfe Corona Partnerkirche Indien“
Überweisungen bitte auf das Konto der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck

Evangelische Bank eG

BIC: GENODEF1EK1

IBAN DE33 5206 0410 0000 00 30 00

Spendenzweck: „Nothilfe Corona Partnerkirche Indien“

Der liebe Gott im Himmel war dem evangelischen Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg am Pfingstsonntag wohlgesonnen: Beim Autogottesdienst am Pfingstsonntag in Rotenburg an der Fulda hatte der Himmel seine Schleusen geschlossen.
Sogar die Sonne lugte ein paarmal zwischen dem Gewölk durch und manchmal zeigte sich auch blauer Himmel.Pfingsten 3

Was die weiße Taube von der Arche Noah und die Corona-Pandemie gemeinsam haben, dazu stellte in einer kurzen Predigt Vikar Philipp Huber den Vergleich mit der Ungeduld von Noah in seiner Arche und den Menschen in der heutigen Zeit der Corona-Pandemie fest. In der biblischen Geschichte der Sintflut bringt eine, von der Arche Noah ausgesandte, Taube einen grünen Ölzweig zur Arche zurück und signalisiert damit Rettung und Neuanfang für die Tiere und Menschen. Genau wie alle Erdenbewohner in der jetzigen Corona-Pandemie, musste auch Noah viel Geduld aufbringen, bis wieder ein normales Leben auf Gottes Erdboden möglich war. Nach dem Segen bekamen alle Gottesdienstbesucher eine weiße Taube in Papierform mit auf den nach Hause Weg. 

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Graffiti1

Menschen lieben Sternenhimmel. Wie Sterne zum Zeichen der Hoffnung werden können, ist Thema der ökumenischen Kunstaktion #beigottbrenntlicht, die vom 22. Mai bis 5. Juni künstlerische Akzente in Fuldas Stadtbild setzen wird.

Zu einer besonderen Kunstaktion laden die evangelischen und katholischen Kirchen in Fulda ab dem 22. Mai ein. Im Vorfeld der Pfingstfeiertage werden an markanten Orten der Innenstadt vier eindrückliche Graffiti-Kunstwerke in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der Diakonie Hessen sowie dem Bistum Fulda umgesetzt. Inspiration für die Arbeit war ein Zitat des französischen Schriftstellers Jules Renard: „Sterne: Bei Gott brennt Licht!“. Dieses Motto hat der Street-Art-Künstler und Pädagoge Mika Springwald in vier eindrückliche Graffiti-Kunstwerke umgesetzt. An exponierten Plätzen der Stadt werden die Graffiti-Wände zu sehen sein, die von dem Künstler exklusiv für den jeweiligen Ort geschaffen wurden: am Bahnhof, im Kneipenviertel, im Schlossgarten und am Bonifatius-Denkmal.

„Die Corona-Pandemie bringt so viel Dunkelheit mit sich, dass wir in Familie, Gesellschaft und Kirche helle Momente brauchen,“ sagt Mika Springwald. „Das gemeinsame Betrachten der Sterne lädt dazu ein, nach oben und nach vorne zu schauen“, so der Künstler. Die Graffitis zeigen Menschen, die den Sternenhimmel aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Um Passanten an der Aktion zu beteiligen, werden in der Stadt Karten mit Aufklebe-Sternen verteilt. Die Sterne bieten Menschen die Möglichkeit, sich Corona-konform an der Kunst-Aktion zu beteiligen, erläutern Pfarrerin Imke Leipold und die Referentin für Citypastoral, Bernadette Wahl. In den evangelischen und katholischen Kirchen werden weitere Klebesterne zu finden sein. Jeder und jede kann bei einem Gang durch die Stadt einen Klebestern auf ein Graffiti kleben. Am Ende ergibt sich daraus ein leuchtender Sternenhimmel.

 

Hintergrund
Die Stadt Fulda engagiert sich seit 2019 als erste offizielle deutsche „Sternenstadt“ für einen klaren Blick in den Nachthimmel. In der Vorbereitung auf den Hessentag in Fulda hatten die evangelische und die katholische Kirche und die Diakonie Hessen das Thema „Sternenstadt Fulda“ aufgegriffen. „Wir wollen die Ergebnisse der guten ökumenischen Zusammenarbeit sichtbar machen - auch wenn der Hessentag in Fulda nicht stattfindet,“ sagt Pfarrer Dieter Dersch, Hessentagsbeauftragter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Im Rahmen der Aktion wird am Pfingstmontag ab 11 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit Dechant Stefan Buß, Dekan Bengt Seeberg und Pfarrerin Anke Mölleken im Bischofsgarten stattfinden.

In vielen Kirchengemeinden im Kirchenkreis können zurzeit leider keine Gottesdienste stattfinden, an denen Besucherinnen und Besucher teilnehmen können. Die Inzidenz in unserem Landkreis ist weiterhin sehr hoch. Deshalb gibt es einige digitale Angebote einzelner Kirchengemeinden, die nun in einer Playlist auf dem YouTube-Kanal des Kirchenkreises zusammengefasst sind. Über folgenden Link können diese Angebote abgerufen werden.

https://youtube.com/playlist?list=PL4SomlxXju2HL5LINdIF5IjXU58-zHRi0

Der Lutherweg 1521 ist ein Pilgerweg zwischen Worms und der Wartburg, der durch die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen führt. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche von Kurhessen Waldeck haben die Entwicklung dieses Weges gefördert. Das der Weg lebt, ist und bleibt ein Anliegen auch in den kommenden Jahren.

Im Jubiläumsjahr der lutherschen Reise nach Worms und zurück, sind auf der Homepage zahlreiche Veranstaltungen udn Angebote entlang des Weges. 

3einhalb start 00006Die Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck wandert seit Pfingsten mit den Online-Gottesdiensten durch die Kirchenkreise. Viele Menschen nehmen an den analogen Gottesdiensten in Kirchen oder im Freien aus Vorsicht oder Rücksicht nicht teil oder haben Angst sich zu infizieren. Daher gibt es dieses Angebot der Landeskirche. Darüber hinaus hat der Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg ein eigenes digitales Programm entworfen. Jeden Samstag gibt es unter dem Motto „3 ½ Minuten. Ein Augen-Blick mit Gott“ kurze Impulse zur Woche: 
Zu den Videoandachten.

Um wieder Gottesdienste feiern zu können, müssen laut Dekanin Gisela Strohriegl und Dekan Dr. Frank Hofmann zunächst sämtliche Belange zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln geklärt werden, dazu benötige man zudem eine gewisse Anzahl an Menschen, um die Vorgaben auch umzusetzen. "Wir brauchen zum Beispiel die Mitglieder des Kirchenvorstands, die Küsterinnen und Küster oder andere helfende Menschen, die selbst auf keinen Fall zu den Risikogruppen gehören dürfen, um das alles in der Praxis gut und so sicher wie möglich durchführen zu können", erläuterten die beiden Dekane.

Strohriegl Gisela

So müsse man darauf achten, dass die Besucher anderthalb, besser zwei Meter, voneinander entfernt säßen und die sich dadurch ergebende Zahl der zugelassenen Personen in einer Kirche nicht überschritten werde. So wird es überall eine festgelegte Höchstzahl an Sitzplätzen geben. "Fest steht“, so die beiden Geistlichen, „dass überhaupt größere Kirchen für eine Wiederaufnahme von Gottesdiensten geeignet sind. Das bedeutet weiterhin, dass es einige kleine Kirchen gibt, in denen die notwendigen hygienischen Standards aufgrund der Größe nicht eingehalten werden können und dort vorerst keine Gottesdienste stattfinden können." In vielen Kooperationsräumen habe es den Wunsch nach einer einheitlichen Öffnungsstrategie gegeben. Diese müsse nun erarbeitet werden. „Zuständig und verantwortlich“, so Dekan Hofmann, „sind einzig und allein die Kirchenvorstände. Bei diesen liegt die Verantwortung.“

Dekan Dr. Hofmann

Dekan Hofmann betont zudem, dass sich die Risikolage nicht verbessert habe. Auch darum müsse man die Wiederaufnahme von Gottesdiensten sorgfältig und in Ruhe vorbereiten. Man werde die Maßnahmen zum Infektionsschutz als oberstes Kriterium für das weitere Vorgehen ansetzen. Darüber hinaus gilt es zu bedenken, dass viele treue Gottesdienstbesucher ältere Menschen seien und damit zur Risikogruppe gehörten. Ebenso unsicher sei die Frage, ob viele Menschen aktuell wieder einen Gottesdienst besuchen möchten oder eher vorsichtig und zurückhaltend sind", verdeutlicht Dekanin Stohriegl. Bei den Besuchern ist ein Mund-Nasen-Schutz geboten. Für Geistliche und andere liturgisch handelnden Personen gilt diese Regel nur, wenn nicht mindestens 4 Meter Abstand zu den Besuchern eingehalten werden können.

 

Unabhängig vom Zeitpunkt einer Wiederaufnahme steht den Angaben aus dem Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg zufolge schon jetzt fest, "dass die Gottesdienste zunächst anders werden als vor Corona". So werde es kürzere Andachten ohne Gesang und Abendmahl geben. Es werden keine Gesangbücher ausgelegt, lediglich die Orgel sorge für eine musikalische Ausgestaltung. Und auch darin sind sich die Dekanin und der Dekan einig: "Das wird ein völlig anderes Gemeinschaftserlebnis sein, als wir es bisher kannten."

Der Kirchenkreis veröffentlicht weiterhin jede Woche auf seinem YouTube-Kanal (Evangelischer Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg oder www.kirchenkreis-hef-rof.de/) einen kurzen Video-Gottesdienste.

Alle Pfarrämter sind wie gewohnt telefonisch zu erreichen. In zahlreichen Kirchen liegen auch „Gottesdienste to go“ aus. All diese Formate haben sich in der letzten Zeit sehr bewährt. Wo und wann wieder Gottesdient gefeiert wird, wird auf den gewohnten Kanälen veröffentlicht.

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(Foto: K+S Minerals and Agriculture GmbH)

Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann hat Anfang des Jahres damit begonnen, die Kirchenkreise unserer Landeskirche durch eintägige Besuche zu erkunden. Ende Februar war sie bei uns zu Gast. Neben Gesprächen mit den Mitgliedern des neu gewählten Kirchenkreisvorstands und mit den Vorsitzenden der Kooperationsräume standen auch Termine auf dem Programm, bei denen die Lebenswelt der Menschen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in den Blick kommen sollte. Ein solcher Termin war der Besuch im Werk Werra von K+S in Heringen. Neben den großen Themen Ökonomie und Ökologie, die sich mit dem Kalibergbau verbinden, kam hier auch die Frage in den Blick, was die Region für junge Menschen attraktiv macht.



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Gedanken der Künstlerin Kathi Seemann zu ihrem Motiv zur Jahreslosung 2020

'«Ich glaube, hilf meinem Unglauben!» (Mk 9,24) ist der Ausruf des Vaters eines kranken Kindes, der den Glauben an Besserung verloren hat.

Vertrauen und Hoffnung vieler Menschen sind gebrochen durch den Zweifel und die Angst vor Veränderung. Was kann ich glauben, was bezweifle ich? Welche Dinge wären möglich, wenn man nur dran glaubt? Sei es nur mein eigenes Handeln und Umdenken im Konsumverhalten, als Antwort auf den Klimawandel, oder meine Solidarität und soziales Engagement als Antwort auf das Sterben im Mittelmeer. Unsere Gesellschaft als das kranke Kind.

Im Motiv zur Jahreslosung 2020 wird der schmale Grat zwischen Glauben und Unglauben – die Vielschichtigkeit von Trug und Wahrheit – zum Thema. Es zeigt ein fotografisches Stillleben aus Symbolen, die im Kontext aktuell-politischer Diskurse stehen. Die vielschichtige Inszenierung aus Objekten, Abbildungen und Studio Hintergründen stellt deren Glaubwürdigkeit in Frage. Bilder und Nachrichten die teils unglaublich, aber wahr sind; alltägliche Konsumprodukte, deren Notwendigkeit zweifelhaft sind.

In dieser Flut an Oberflächen und Symbolen verschwindet kopfüber ein menschlicher Körper, der in einer Rettungsweste steckt. Er steht – im Zweifel und im Glauben – stellvertretend für jede Betrachterin und jeden Betrachter.'

Mit der Herangehensweise über politisch- und gesellschafts-relevante Themen, will die Künstlerin die Jahreslosung nicht nur für Kirchengemeinde-Mitglieder, sondern auch für ein breites und generationsübergreifendes Publikum zugänglich machen. Ihr Ziel ist es, einen Anstoß für Diskurs, Reflektion und Rückbesinnung zu geben.

Zur Person: Kathi Seemann wurde 1989 in Mannheim geboren und studierte Visuelle Kommunikation und Fotografie in Kassel und Valencia.

Die Hütte war voll, als am 8. Februar 2020 die 1. Synode des neuen Kirchenkreises Hersfeld-Rotenburg in den Räumen der Stadt- und Johanneskirchengemeinde. auf dem Johannesberg tagte. Alles war sehr gut vorbereitet und schnell die ersten acht Punkte abgearbeitet. Doch dann folgte ein Wahlmarathon, der sich länger als geplant hinzog. Zum neuen Präses des Gesamtkirchkreises wurde Reinhard Kerst gewählt.

Einen vollständigen Bericht finden Sie auf der Homepage der Hersfelder Zeitung.

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Nach gut fünf Stunden Sitzung standen mit Pfarrer Dr. Thorsten Waap (von links), Monika Degenhardt, Pfarrer Carsten Köthe, Inge Sehmer, Dekan Dr. Frank Hofmann, Cornelia Mohr, Präses Reinhard Kerst, Maike Bohl und Dekanin Gisela Strohriegl die Mitglieder des ersten Kirchenkreisvorstands des neuen Kirchenkreises Hersfeld-Rotenburg fest.

Foto: Wilfried Apel

Stoffbänder2  Stoffbänder  Stoffbänder Ball1  Stoffbänder Ball2 (Fotos: Pfarrer Janosz König)