Termine und Veranstaltungen

April 2021
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Am kommenden Wochenende gedenken nicht nur Protestanten an ein wichtiges Ereignis: 500 Jahre Wormser Reichstag.

„Hier stehe ich. Ich kann nicht anders!“ Mit diesen Worten soll sich Martin Luther in der Nacht vom 17. auf den 18. April, also vor genau 500 Jahren geweigert haben, seine kirchenkritischen Thesen zu widerrufen. Ein Meilenstein in der Reformationsgeschichte und eine Sternstunde der Menschheit.

Luther wusste bei seinem Auftritt vor dem Wormser Reichstag weder, wie das Ganze ausgehen noch, ob er sein standhaftes Zeugnis überleben würde, fand aber aufgrund seines tiefen Gottvertrauens den Mut, seine Schriften nicht zu widerrufen. Er stand als Einzelner vor den Mächtigen seiner Zeit, widerstand ihren Einschüchterungen und folgt allein seinem Gewissen. Für Luther war seine Gewissensentscheidung an Gottes Wort gebunden.  Das Jubiläum 500 Jahre Wormser Reichstag will vor allem Inspirationen für die Gegenwart sind. Pfarrer Dr. Fabian Vogt, der auch schon beim Hessentag in Bad Hersfeld aktiv war und nun das Projekt in Worms begleitet, schreibt: „Wenn dieses 500. Jubiläum des Wormser Reichstags uns ermutigt, in den Konflikten unserer Gesellschaft aus der Kraft Gottes Haltung zu zeigen, dann wird sich die Welt verändern. So, wie sie es 1521 getan hat.“

Folgende Veranstaltungen werden angeboten:

Festakt zu 500 Jahren Wormser Reichstag 
Freitag, 16.4., 16 Uhr 

Der Festakt zur Eröffnung des großen Lutherjubiläums am 16. April 2021 um 16 Uhr mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird aufgrund der Corona-Pandemie in digitalem Format stattfinden. Fast alle prominenten  Teilnehmenden wie der Bundespräsident werden zugeschaltet. Mitwirkende: Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz; Adolf Kessel, Oberbürgermeister der Stadt Worms; Nico Hofmann, Intendant der Nibelungen-Festspiele; Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Peter Kohlgraf, Bischof von Mainz; Ulrich Oelschläger, Präses der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Prof. Thomas Kaufmann, Vorsitzender wissenschaftlicher Beirat der Landesausstellung, David Maier, Kulturkoordination der Stadt Worms.  Die Veranstaltung wird vom SWR Online live übertragen auf www.swr.de.

ZDF-Fernsehgottesdienst zum Reichstagsjubiläum
Sonntag, 18. 4 .,9.30 Uhr

Am Sonntag, 18. April, überträgt das ZDF um 9.30 Uhr den Festgottesdienst unter anderem mit dem hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung und dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf. 

Reichstag Worms: Gedenkgottesdienst Corona-Opfer Dreifaltigkeitskirche 
Sonntag 18.4, 17 Uhr

Die Feier findet u.a. mit der Stellvertretenden Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Ulrike Scherf statt. Dies ist zugleich die zentrale Gedenkfeier der EKHN für die Opfer der Corona-Pandemie. Der Gottesdienst wird ebenfalls live ins Internet übertragen u.a. auf www.ekhn.de

Der Lutherweg 1521 ist ein Pilgerweg zwischen Worms und der Wartburg, der durch die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen führt. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche von Kurhessen Waldeck haben die Entwicklung dieses Weges gefördert. Das der Weg lebt, ist und bleibt ein Anliegen auch in den kommenden Jahren.

Im Jubiläumsjahr der lutherschen Reise nach Worms und zurück, sind auf der Homepage zahlreiche Veranstaltungen udn Angebote entlang des Weges. 

3einhalb start 00006Die Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck wandert seit Pfingsten mit den Online-Gottesdiensten durch die Kirchenkreise. Viele Menschen nehmen an den analogen Gottesdiensten in Kirchen oder im Freien aus Vorsicht oder Rücksicht nicht teil oder haben Angst sich zu infizieren. Daher gibt es dieses Angebot der Landeskirche. Darüber hinaus hat der Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg ein eigenes digitales Programm entworfen. Jeden Samstag gibt es unter dem Motto „3 ½ Minuten. Ein Augen-Blick mit Gott“ kurze Impulse zur Woche: 
Zu den Videoandachten.

Um wieder Gottesdienste feiern zu können, müssen laut Dekanin Gisela Strohriegl und Dekan Dr. Frank Hofmann zunächst sämtliche Belange zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln geklärt werden, dazu benötige man zudem eine gewisse Anzahl an Menschen, um die Vorgaben auch umzusetzen. "Wir brauchen zum Beispiel die Mitglieder des Kirchenvorstands, die Küsterinnen und Küster oder andere helfende Menschen, die selbst auf keinen Fall zu den Risikogruppen gehören dürfen, um das alles in der Praxis gut und so sicher wie möglich durchführen zu können", erläuterten die beiden Dekane.

Strohriegl Gisela

So müsse man darauf achten, dass die Besucher anderthalb, besser zwei Meter, voneinander entfernt säßen und die sich dadurch ergebende Zahl der zugelassenen Personen in einer Kirche nicht überschritten werde. So wird es überall eine festgelegte Höchstzahl an Sitzplätzen geben. "Fest steht“, so die beiden Geistlichen, „dass überhaupt größere Kirchen für eine Wiederaufnahme von Gottesdiensten geeignet sind. Das bedeutet weiterhin, dass es einige kleine Kirchen gibt, in denen die notwendigen hygienischen Standards aufgrund der Größe nicht eingehalten werden können und dort vorerst keine Gottesdienste stattfinden können." In vielen Kooperationsräumen habe es den Wunsch nach einer einheitlichen Öffnungsstrategie gegeben. Diese müsse nun erarbeitet werden. „Zuständig und verantwortlich“, so Dekan Hofmann, „sind einzig und allein die Kirchenvorstände. Bei diesen liegt die Verantwortung.“

Dekan Dr. Hofmann

Dekan Hofmann betont zudem, dass sich die Risikolage nicht verbessert habe. Auch darum müsse man die Wiederaufnahme von Gottesdiensten sorgfältig und in Ruhe vorbereiten. Man werde die Maßnahmen zum Infektionsschutz als oberstes Kriterium für das weitere Vorgehen ansetzen. Darüber hinaus gilt es zu bedenken, dass viele treue Gottesdienstbesucher ältere Menschen seien und damit zur Risikogruppe gehörten. Ebenso unsicher sei die Frage, ob viele Menschen aktuell wieder einen Gottesdienst besuchen möchten oder eher vorsichtig und zurückhaltend sind", verdeutlicht Dekanin Stohriegl. Bei den Besuchern ist ein Mund-Nasen-Schutz geboten. Für Geistliche und andere liturgisch handelnden Personen gilt diese Regel nur, wenn nicht mindestens 4 Meter Abstand zu den Besuchern eingehalten werden können.

 

Unabhängig vom Zeitpunkt einer Wiederaufnahme steht den Angaben aus dem Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg zufolge schon jetzt fest, "dass die Gottesdienste zunächst anders werden als vor Corona". So werde es kürzere Andachten ohne Gesang und Abendmahl geben. Es werden keine Gesangbücher ausgelegt, lediglich die Orgel sorge für eine musikalische Ausgestaltung. Und auch darin sind sich die Dekanin und der Dekan einig: "Das wird ein völlig anderes Gemeinschaftserlebnis sein, als wir es bisher kannten."

Der Kirchenkreis veröffentlicht weiterhin jede Woche auf seinem YouTube-Kanal (Evangelischer Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg oder www.kirchenkreis-hef-rof.de/) einen kurzen Video-Gottesdienste.

Alle Pfarrämter sind wie gewohnt telefonisch zu erreichen. In zahlreichen Kirchen liegen auch „Gottesdienste to go“ aus. All diese Formate haben sich in der letzten Zeit sehr bewährt. Wo und wann wieder Gottesdient gefeiert wird, wird auf den gewohnten Kanälen veröffentlicht.

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(Foto: K+S Minerals and Agriculture GmbH)

Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann hat Anfang des Jahres damit begonnen, die Kirchenkreise unserer Landeskirche durch eintägige Besuche zu erkunden. Ende Februar war sie bei uns zu Gast. Neben Gesprächen mit den Mitgliedern des neu gewählten Kirchenkreisvorstands und mit den Vorsitzenden der Kooperationsräume standen auch Termine auf dem Programm, bei denen die Lebenswelt der Menschen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in den Blick kommen sollte. Ein solcher Termin war der Besuch im Werk Werra von K+S in Heringen. Neben den großen Themen Ökonomie und Ökologie, die sich mit dem Kalibergbau verbinden, kam hier auch die Frage in den Blick, was die Region für junge Menschen attraktiv macht.



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Gedanken der Künstlerin Kathi Seemann zu ihrem Motiv zur Jahreslosung 2020

'«Ich glaube, hilf meinem Unglauben!» (Mk 9,24) ist der Ausruf des Vaters eines kranken Kindes, der den Glauben an Besserung verloren hat.

Vertrauen und Hoffnung vieler Menschen sind gebrochen durch den Zweifel und die Angst vor Veränderung. Was kann ich glauben, was bezweifle ich? Welche Dinge wären möglich, wenn man nur dran glaubt? Sei es nur mein eigenes Handeln und Umdenken im Konsumverhalten, als Antwort auf den Klimawandel, oder meine Solidarität und soziales Engagement als Antwort auf das Sterben im Mittelmeer. Unsere Gesellschaft als das kranke Kind.

Im Motiv zur Jahreslosung 2020 wird der schmale Grat zwischen Glauben und Unglauben – die Vielschichtigkeit von Trug und Wahrheit – zum Thema. Es zeigt ein fotografisches Stillleben aus Symbolen, die im Kontext aktuell-politischer Diskurse stehen. Die vielschichtige Inszenierung aus Objekten, Abbildungen und Studio Hintergründen stellt deren Glaubwürdigkeit in Frage. Bilder und Nachrichten die teils unglaublich, aber wahr sind; alltägliche Konsumprodukte, deren Notwendigkeit zweifelhaft sind.

In dieser Flut an Oberflächen und Symbolen verschwindet kopfüber ein menschlicher Körper, der in einer Rettungsweste steckt. Er steht – im Zweifel und im Glauben – stellvertretend für jede Betrachterin und jeden Betrachter.'

Mit der Herangehensweise über politisch- und gesellschafts-relevante Themen, will die Künstlerin die Jahreslosung nicht nur für Kirchengemeinde-Mitglieder, sondern auch für ein breites und generationsübergreifendes Publikum zugänglich machen. Ihr Ziel ist es, einen Anstoß für Diskurs, Reflektion und Rückbesinnung zu geben.

Zur Person: Kathi Seemann wurde 1989 in Mannheim geboren und studierte Visuelle Kommunikation und Fotografie in Kassel und Valencia.

Die Hütte war voll, als am 8. Februar 2020 die 1. Synode des neuen Kirchenkreises Hersfeld-Rotenburg in den Räumen der Stadt- und Johanneskirchengemeinde. auf dem Johannesberg tagte. Alles war sehr gut vorbereitet und schnell die ersten acht Punkte abgearbeitet. Doch dann folgte ein Wahlmarathon, der sich länger als geplant hinzog. Zum neuen Präses des Gesamtkirchkreises wurde Reinhard Kerst gewählt.

Einen vollständigen Bericht finden Sie auf der Homepage der Hersfelder Zeitung.

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Nach gut fünf Stunden Sitzung standen mit Pfarrer Dr. Thorsten Waap (von links), Monika Degenhardt, Pfarrer Carsten Köthe, Inge Sehmer, Dekan Dr. Frank Hofmann, Cornelia Mohr, Präses Reinhard Kerst, Maike Bohl und Dekanin Gisela Strohriegl die Mitglieder des ersten Kirchenkreisvorstands des neuen Kirchenkreises Hersfeld-Rotenburg fest.

Foto: Wilfried Apel

Stoffbänder2  Stoffbänder  Stoffbänder Ball1  Stoffbänder Ball2 (Fotos: Pfarrer Janosz König)