In den sogenannten Abschiedsreden Jesu (Joh 13-17) kündigt er an, dass er einen Weg des Leidens gehen muss. Vermutlich ist es untertrieben zu sagen, seine Begleiter und Begleiterinnen seien verwirrt. Sie sind traurig, entsetzt, empört, geschockt. In dieses Gefühlschaos hinein spricht Jesus ihnen Trost zu.
Wir kennen solche Verwirrungen, manchmal verlaufen wir uns oder denken was ist hier eigentlich los, alles läuft anders als geplant und sagen meist lapidar: Der Mensch denkt und Gott lenkt. Nicht die schlechteste Erkenntnis scheint mir.
Aber, wie sieht unser Trostwort aus, wenn wir uns verirrt haben. „Euer Herz lasse sich nicht verwirren! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ (Joh 14,1) Unser Erschrecken soll nicht größer sein als unser Vertrauen. Es gibt Krankheit, Streit in der Familie oder Sorge um die Welt. In allem tragen wir das berechtigte Vertrauen in uns, dass Jesus mit uns geht.
„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Joh 14,6a)
Das ist sein Versprechen: Jesus ist der Weg, wie könnten wir uns da verlaufen. Jesus ist die Wahrheit, in ihr haben wir den nötigen Halt. Jesus ist das Leben und wir sind ein bleibender Teil davon.
Seien sie gesegnet. Von Herzen.
Für den Pastoralverbund St. Lullus Hersfeld -Rotenburg
P. Andreas Hohn OMI